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Aalsuppe

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Aalsuppe Artikel

Die Aalsuppe ist eine norddeutsche, insbesondere Hamburger Spezialität, zu der es jedoch auch holländische, bremische, holsteinische und mecklenburgische Varianten gibt. == Etymologie ==

Ihr Name leitet sich davon ab, dass allens rinkümmt, was die Küche so zu bieten hat, jedoch nicht unbedingt Aal. Als Zugeständnis an südländische Touristen, aber auch an die eigene norddeutsche Gourmetneigung, wird die Aalsuppe jedoch heute fast stets mit einem oder mehreren Stücken Aal zubereitet. Meist stammen die Stücke vom Räucheraal, seltener vom gekochten oder gebratenen Aal. Die Aalsuppe gilt in dem Allgemeinen als selbstständiges Hauptgericht.== Geschichte ==

Die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus einer Küchenordnung des Hamburger Heilig-Geist-Hospitals aus dem Jahre 1756. Die Encyklopädie von Johann Georg Krünitz 1782 führt aus, sie sei ein Gericht "für gemeine Leute" und zwar "an denen Orten, wo diese Fische in Mengen anzutreffen sind". Der Landphysikus Rambach hielt 1801 die Rezeptur für so "abentheuerlich, daß sie einem Ausländer fast ebenso lächerlich seyn muß als das Rezept zur römischen Suppe des Doktors in dem Peregrin Pickle... Dieß Gemenge ist für den Hamburger ein äußerst wohlschmeckendes Gericht, und wird deswegen gewöhnlich allein, ohne weitere Zukost aufgetragen. So mannigfaltig ihre Zusammensetzung ist, so habe ich noch niemals Nachtheil von ihr gesehn, ob sie gleich stets bis zu dem Uebermaß gegessen wird". Ab dieser Zeit ist verbürgt, dass die Aalsuppe zu einem Lieblingsgericht der Norddeutschen wurde. Das "Holsteinische Idiotikon" von 1801 (Autor: Johann Friedrich Schütze) berichtet: "Bei den Aalsuppenschmäusen, welche von den Holsteinischen städtischen und ländlichen Gastwirthen nach der Art der Picknicks für männliche Gäste angestellt werden, ist die Aalsuppe das Hauptessen."== Kulinarik ==

Die Grundlage der Aalsuppe ist eine auf dem Knochen gekochte Fleischbrühe, die mit Suppengemüse und vor allem Backobst (plattdeutsch: Backbeern) verfeinert wird. Die Menge an Backobst muss so bemessen sein, dass die Suppe leicht süßlich schmeckt. Zucker kann die Süßung ergänzen. Mit Essig wird angesäuert, so dass sich der typisch süßsaure Geschmack ergibt. Eine Variante der Aalsuppe wird mit Klüten (kleinen Mehlklößchen) versehen. Wesentlich für die Aalsuppe ist das Aalkruut, eine Mischung aus verschiedenen aromatischen Gewürzkräutern, deren Zusammensetzung regional und historisch variieren kann. Zu dem Aalkruut gehören insbesondere: Thymian, Majoran, Petersilie, Salbei und Bohnenkraut, ferner Basilikum, Estragon, Portulak, Sellerieblätter, Kerbel, Minze, Dill, Zitronenmelisse, Sauerampfer, und Tripmadam .

Eines von vielen möglichen Rezepten:

  • Schinkenkochen 10 min. in einem genügend großen Topf kochen
  • Suppengrün, gewürfelte Zwiebel und ggf. weiteres Wasser zugeben, eine Stunde kochen
  • Fleisch vom Knochen lösen, Knochen, Suppengrün und Zwiebel aus der Suppe nehmen
  • Suppe abkühlen und Fett entfernen.
  • Sellerie, Porree, Möhren, Erbsen und Backobst zugeben, ungefähr 20 min. kochen lassen
  • Falls der Geschmack noch nicht typisch süßsauer ist, mit Essig und Zucker nachwürzen, mit Thymian, Majoran, Salbei, Petersilie, Basilikum, wenig Pfeffer und etwas mehr Jamaikapfeffer würzen
  • Frischen Aal in Weißwein kochen oder Räucheraal nehmen
  • Aal zugeben, ungefähr 10 min. köcheln lassen
  • Falls Kopfstücke oder Schwanzenden vom Räucheraal benutzt wurden (gut für den Rauchgeschmack), werden diese aus der Suppe genommen.
  • Servieren
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Aalsuppe und Mehlbüddel. Die besten Rezepte von der Waterkant bis zur Heide grandios. schmackhaft und wirklich landestypisch Ein herrliches Buch, sowohl von der Aufmachung her - Zeichnungen und Bildunterschriften sind wunderbar - als auch von den wirklich landestypischen Rezepten. Die norddeutsche Küche wird ja gerne mal unterschätzt. Spätestens nach Lektüre dieses Buches ist auch ein Nicht-Schleswig-Holsteiner eines...

Hamburger Aalsuppe

Durch die Beigabe von Backobst und durch die Absäuerung des Schinkenknochens in Essigwasser hat die Hamburger Aalsuppe einen süß-sauren Geschmack. Sie stammt aus Hamburg.

Zutaten

Zubereitung

Der zerkleinerte Schinkenknochen wird über Nacht in Essigwasser eingelegt, das Trockenobst eingeweicht. Am folgenden Tag das Backobstwasser mit weiterem Wasser auffüllen und hierin den Knochen zwei Stunden auskochen. Danach das gesäuberte und zerkleinerte Gemüse zugeben und ungefähr 30 Minuten weiterkochen. Mit etwas Essig abschmecken.

Weblinks





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